Saibling Puschlav
Saibling Puschlav
Seeforelle Neuenburgersee
Seeforelle Neuenburgersee

Tössforelle

Rotlachs Alaska
Rotlachs Alaska
Silberlachs Alaska
Silberlachs Alaska
Nase (Thur)
Nase (Thur)
Bachsaibling (Tannsee)
Bachsaibling (Tannsee)

Bachfischen

In kleineren Bächen wie meinem Hausgewässer  im Tösstockgebiet fische ich je nach Jahreszeit und Wasserstand immer noch "klassisch", d.h. mit  Naturködern wie dem unverwüstlichen Wurm oder der Bienenmade an einem möglichst grossen, d.h. 2er Haken ohne Zapfen und einem 2 - 3 Gramm Blei. Vom kleinen Bachzapfen bin ich völlig abgekommen, da dieser den direkten Kontakt verhindert und in gewissen Situationen dazu führt, dass die Forellen den Haken zu tief schlucken. Mit dieser Methode kann ich auch die grösseren Pools bei Wasserfällen ziemlich gezielt befischen auch wenn die Fehlbissrate recht hoch ist. Dafür gibt es fast nie (Klein-)Forellendie den Köder zu tief inhalieren.

 

In Bergbächen wo sich die Forellen vielfach hinter Steinen oder einem kleinen Kehrwasser aufhalten, ist die Tippfischerei in der Regel sehr erfolgversprechend.

 

Zu Beginn der Saison und sehr kaltem Wasser, d.h. wenn die Getupften noch starr auf dem Grund verharren, kann auch der Einsatz einer Nymphe den gewünschten Erfolg bringen.

 

Sobald die Forellen bei wärmeren Temperaturen so richtig in Beisslaune sind lassen sich die grösseren Stellen auch mit Erfolg mit Spinnern oder kleinen Wobblern (ich bevorzuge dabei das Forellendekor) sehr gezielt befischen. Da in dieser Zeiten oft auch Bisse von übermütigen Jungforellen erfolgen, empfehle ich die Dreierhaken zu entfernen und gegen einen Einerhaken zu tauschen. Das bringt in der Regel zwar mehr Fehlbisse dafür können die Nachwuchshoffnungen unverletzt wieder ins Wasser zurückgesetzt werden.

 

Grundsätzlich sollte im Bach sehr schnell "angeschlagen" werden sobald ein Zupfen bemerkt wird, oder der Bissanzeiger (z.B. Wollfaden beim Tippfischen) einen kurzen Ruck nach unten macht. Falls man 2, 3 Sekunden zuwartet, haben auch kleinste Forellen den Haken vielfach voll geschluckt und ein herausoperieren überleben die wenigsten.

 

Die Rutenwahl habe ich in den vergangenen drei Jahren auch etwas angepasst und verwende neben der feinen Shimano BeastMaster Reiserute (fünfteilig), mit einer verkürzten Länge von 1.8 bis 2.1 Meter auch gerne und oft die kleine Berkley Skeletor-Rute.

 

Bei den Rollen kann ich mich jeweils kaum entscheiden zwischen den Shimano Produkten wie der günstigen Aernos, der Stradic oder der Rarenium in Grössen zwischen 1000 bis 2500 und dazu kommt die Abu Garcia Revo Neos 20. Als Budget-Variante ist allerdings auch die 1000er Shimano Exage mit der ich viel gefischt habe perfekt!

 

Bei den Schnüren habe ich auch gewaltig umgestellt und bin heute am Bach fast nur noch mit einer feinen Geflochtenen wie beispielsweise mit der SpiderWire Moss Green unterwegs (0.12). Noch vor zwei Jahren fischte ich aussliesslich mit qualitativ hochwertige Mono-Schnüren. Ich kann aber beim besten Willen kein Unterschied im Beissverhalten aufgrund der Schnurstärke, bzw. -dicke feststellen. 

 

Da bleibt noch die Fischerei in der "Königsdisziplin" nämlich dem Fliegenfischen. 2013 habe ich einen entsprechenden zweitägigen Kurs besucht, bin aber noch meilenweit davon entfernt ein echter Fliegenfischer zu sein. ABER DAS KOMMT !

 

Vergesst einfach am Bach und vor allem bei klarem Wasser nie, dass die Forellen auf kleinste Erschütterungen, die kleinste Bewegung oder Schattenwurf reagieren. Oft flüchten zuerst die kleinen in den Ausläufen und dann sind auch die grösseren Exemplare in den tieferen Stellen gewarnt. Falls möglich heisst das immer von unten nach oben fischen, eine möglichst grosse Distanz zu den "Hotspots" bewahren, auf Deckung achten und schlussendlich sehr gezielt Werfen. Vielfach sind sonst die Forellen schon nach dem ersten oder zweiten Wurf  vergrämt.